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      Installation

      Installation von Java mit Apt unter Ubuntu 20.04


      [*]

      Einführung

      Java und die JVM (Java Virtual Machine) werden für viele Arten von Software benötigt, einschließlich Tomcat, Jetty, Glassfish, Cassandra und Jenkins.

      In diesem Leitfaden werden Sie verschiedene Versionen der Java Runtime Environment (JRE) und des Java Developer Kit (JDK) mit apt installieren. Sie installieren OpenJDK sowie das offizielle JDK von Oracle. Anschließend wählen Sie die Version aus, die Sie für Ihre Projekte verwenden möchten. Wenn Sie fertig sind, können Sie mit JDK Software entwickeln oder mit Java Runtime Software ausführen.

      Voraussetzungen

      Um dieser Anleitung zu folgen, benötigen Sie:

      Installation von Standard-JRE/JDK

      Der einfachste Weg der Installation von Java besteht darin, die im Ubuntu Paket enthaltene Version zu verwenden. Ubuntu 20.04 enthält standardmäßig Open JDK 11, eine Open-Source-Variante der JRE und des JDK.

      Aktualisieren Sie zuerst den Paketindex, um diese Version zu installieren:

      Überprüfen Sie anschließend, ob Java bereits installiert ist:

      Falls Java aktuell nicht installiert ist, so wird die folgende Ausgabe angezeigt:

      Output

      Command 'java' not found, but can be installed with: sudo apt install default-jre # version 2:1.11-72, or sudo apt install openjdk-11-jre-headless # version 11.0.7+10-3ubuntu1 sudo apt install openjdk-13-jre-headless # version 13.0.3+3-1ubuntu2 sudo apt install openjdk-14-jre-headless # version 14.0.1+7-1ubuntu1 sudo apt install openjdk-8-jre-headless # version 8u252-b09-1ubuntu1

      Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die standardmäßige Java-Laufzeitumgebung (JRE) zu installieren, die das JRE von OpenJDK 11 installiert:

      • sudo apt install default-jre

      Die JRE ermöglicht Ihnen, fast alle Java-Programme auszuführen.

      Überprüfen Sie die Installation mit:

      Sie sehen die folgende Ausgabe:

      Output

      openjdk version "11.0.7" 2020-04-14 OpenJDK Runtime Environment (build 11.0.7+10-post-Ubuntu-3ubuntu1) OpenJDK 64-Bit Server VM (build 11.0.7+10-post-Ubuntu-3ubuntu1, mixed mode, sharing)

      Möglicherweise benötigen Sie das Java Development Kit (JDK) zusätzlich zur JRE, um bestimmte Java-basierte Software zu kompilieren und auszuführen. Führen Sie zum Installieren des JDK den folgenden Befehl aus, mit dem auch die JRE installiert wird:

      • sudo apt install default-jdk

      Überprüfen Sie, ob das JDK installiert ist, indem Sie die Version von javac, dem Java-Compiler, überprüfen:

      Sie sehen die folgende Ausgabe:

      Output

      javac 11.0.7

      Schauen wir uns nun an, wie Sie das offizielle JDK und JRE von Oracle installieren.

      Installation von Oracle JDK 11

      Die Lizenzvereinbarung von Oracle für Java erlaubt keine automatische Installation durch Paketmanager. Um das Oracle JDK zu installieren, das die offizielle Version von Oracle ist, müssen Sie ein Oracle-Konto erstellen und das JDK manuell herunterladen, um ein neues Paket-Repository für die Version hinzuzufügen, die Sie verwenden möchten. Dann können Sie apt verwenden, um es mithilfe eines Drittanbieter-Skripts zu installieren.

      Die Version des JDK von Oracle, das Sie herunterladen sollen, muss der Skript-Version des Installationsprogramms entsprechen. Um zu erfahren, welche Version Sie benötigen, gehen Sie auf die Seite oracle-java11-installer.

      Suchen Sie das Paket für Focal, wie in der folgenden Abbildung dargestellt:

      Installationspaket für Ubuntu 2.04

      In diesem Bild sehen Sie die Version des Skripts 11.0.7. In diesem Fall benötigen Sie Oracle JDK 11.0.7. Von dieser Seite müssen Sie nichts herunterladen. Sie laden das Installationsskript in Kürze über apt herunter.

      Besuchen Sie die Seite Downloads und suchen Sie die Version, die der gewünschten Variante entspricht.

      Oracle Java 11

      Klicken Sie auf die Schaltfläche JDK Download und Sie werden auf einen Bildschirm geführt, der die verfügbaren Versionen anzeigt. Klicken Sie auf das Paket .tar.gz für Linux.

      Linux-Download​​​

      Daraufhin wird Ihnen ein Bildschirm angezeigt, auf dem Sie aufgefordert werden, die Lizenzvereinbarung von Oracle zu akzeptieren. Markieren Sie das Kontrollkästchen, um die Lizenzvereinbarung zu akzeptieren und klicken Sie auf die Schaltfläche Download. Nun startet Ihr Download. Möglicherweise müssen Sie sich noch einmal bei Ihrem Oracle-Konto anmelden, bevor der Download beginnt.

      Sobald die Datei heruntergeladen wurde, müssen Sie sie auf Ihren Server übertragen. Laden Sie die Datei von Ihrem lokalen Rechner auf Ihren Server hoch. Verwenden Sie auf MacOS, Linux oder Windows mit dem Windows Subsystem für Linux den Befehl scp, um die Datei in das Stammverzeichnis Ihres Benutzers sammy zu übertragen. Beim folgenden Befehl wird davon ausgegangen, dass Sie die Oracle JDK-Datei in den Download-Ordner Ihres lokalen Rechners gespeichert haben:

      • scp Downloads/jdk-11.0.7_linux-x64_bin.tar.gz sammy@your_server_ip:~

      Sobald der Upload der Datei abgeschlossen ist, kehren Sie zu Ihrem Server zurück und fügen das Drittanbieter-Repository hinzu, das Sie bei der Installation der Oracle-Software Java unterstützt.

      Installieren Sie das Paket software-properties-common, das Ihrem System den Befehl add-apt-repository hinzufügt:

      • sudo apt install software-properties-common

      Importieren Sie als Nächstes den Signierschlüssel, der zur Überprüfung der Software verwendet wird, die Sie installieren möchten:

      • sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys EA8CACC073C3DB2A

      Sie sehen diese Ausgabe:

      Output

      gpg: key EA8CACC073C3DB2A: public key "Launchpad PPA for Linux Uprising" imported gpg: Total number processed: 1 gpg: imported: 1

      Verwenden Sie dann den Befehl add-apt-repository, um das Repo zu Ihrer Paketquellenliste hinzuzufügen:

      • sudo add-apt-repository ppa:linuxuprising/java

      Sie sehen diese Meldung:

      Output

      Oracle Java 11 (LTS) and 12 installer for Ubuntu, Linux Mint and Debian. Java binaries are not hosted in this PPA due to licensing. The packages in this PPA download and install Oracle Java 11, so a working Internet connection is required. The packages in this PPA are based on the WebUpd8 Oracle Java PPA packages: https://launchpad.net/~webupd8team/+archive/ubuntu/java Created for users of https://www.linuxuprising.com/ Installation instructions (with some tips), feedback, suggestions, bug reports etc.: . . . Press [ENTER] to continue or ctrl-c to cancel adding it

      Drücken Sie ENTER, um die Installation fortzusetzen. Eventuell sehen Sie eine Meldung, die besagt, dass keine gültigen OpenPGP-Daten gefunden wurden. Diese können Sie jedoch ignorieren.

      Aktualisieren Sie Ihre Paketliste, um die neue Software für die Installation bereitzustellen:

      Das Installationsprogramm sucht nach dem Oracle JDK, das Sie heruntergeladen haben, unter /var/cache/oracle-jdk11-installer-local​​​. Erstellen Sie dieses Verzeichnis und verschieben Sie das Oracle JDK dorthin:

      • sudo mkdir -p /var/cache/oracle-jdk11-installer-local/
      • sudo cp jdk-11.0.7_linux-x64_bin.tar.gz /var/cache/oracle-jdk11-installer-local/

      Installieren Sie schließlich das Paket:

      • sudo apt install oracle-java11-installer-local

      Das Installationsprogramm fordert Sie zunächst dazu auf, die Lizenzvereinbarung von Oracle zu akzeptieren. Wenn Sie die Vereinbarung akzeptieren, wird das Installationsprogramm das Java-Paket extrahieren und installieren.

      Schauen wir uns nun an, wie Sie auswählen, welche Java-Version Sie verwenden möchten.

      Java-Management

      Es können sich mehrere Java-Installationen auf einem Server befinden. Mit dem Befehl update-alternatives können Sie konfigurieren, welche Version standardmäßig in der Befehlszeile verwendet wird.

      • sudo update-alternatives --config java

      So würde das Ergebnis aussehen, wenn Sie gemäß diesem Tutorial alle Java-Versionen installiert haben:

      Output

      There are 2 choices for the alternative java (providing /usr/bin/java). Selection Path Priority Status ------------------------------------------------------------ 0 /usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64/bin/java 1111 auto mode 1 /usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64/bin/java 1111 manual mode * 2 /usr/lib/jvm/java-11-oracle/bin/java 1091 manual mode Press <enter> to keep the current choice[*], or type selection number:

      Wählen Sie die mit der Java-Version verknüpfte Zahl aus, um sie als Standard zu verwenden, oder drücken Sie die ENTER, um die aktuellen Einstellungen zu übernehmen.

      Sie können dies für andere Java-Befehle tun, etwa für den Compiler (javac):

      • sudo update-alternatives --config javac

      Weitere Befehle, für die dieser Befehl verwendet werden kann, sind unter anderem: keytool, javadoc und jarsigner.

      Einstellen der Umgebungsvariablen JAVA_HOME

      Viele mit Java geschriebene Programme verwenden die Umgebungsvariable JAVA_HOME, um den Java-Installationsort zu bestimmen.

      Zur Einstellung der Umgebungsvariable müssen Sie zunächst bestimmen, wo Java installiert ist. Verwenden Sie den Befehl update-alternatives:

      • sudo update-alternatives --config java

      Dieser Befehl zeigt jede Java-Installation sowie deren Installationspfad an:

      Output

      There are 2 choices for the alternative java (providing /usr/bin/java). Selection Path Priority Status ------------------------------------------------------------ 0 /usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64/bin/java 1111 auto mode 1 /usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64/bin/java 1111 manual mode * 2 /usr/lib/jvm/java-11-oracle/bin/java 1091 manual mode Press <enter> to keep the current choice[*], or type selection number:

      In diesem Fall lauten die Installationspfade wie folgt:

      1. OpenJDK 11 befindet sich unter /usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64/bin/java.
      2. Oracle Java befindet sich unter /usr/lib/jvm/java-11-oracle/jre/bin/java.

      Kopieren Sie den Pfad Ihrer bevorzugten Installation. Öffnen Sie dann /etc/environment mit nano oder Ihrem bevorzugten Texteditor:

      • sudo nano /etc/environment

      Fügen Sie am Ende dieser Datei die folgende Zeile hinzu und stellen Sie sicher, dass der hervorgehobene Pfad durch Ihren eigenen kopierten Pfad ersetzt wird, aber nicht den Teil bin/ des Pfades beinhaltet:

      /etc/environment

      JAVA_HOME="/usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64"
      

      Durch das Ändern dieser Datei wird der Pfad JAVA_HOME für alle Benutzer Ihres Systems festgelegt.

      Speichern Sie die Datei und beenden Sie den Editor.

      Laden Sie nun diese Datei neu, um die Änderungen auf Ihre aktuelle Sitzung anzuwenden:

      Überprüfen Sie, dass die Umgebungsvariable eingestellt ist:

      Sie sehen den Pfad, den Sie gerade eingestellt haben:

      Output

      /usr/lib/jvm/java-11-openjdk-amd64

      Andere Benutzer müssen den Befehl source /etc/environment ausführen oder sich ab- und erneut anmelden, um diese Einstellung zu übernehmen.

      Zusammenfassung

      In dieser Anleitung haben Sie mehrere Versionen von Java installiert und gelernt, wie man diese verwaltet. Sie können jetzt Software installieren, die auf Java ausgeführt wird, etwa Tomcat, Jetty, Glassfish, Cassandra oder Jenkins.

      [*]
      [*]Source link

      Installation von Anaconda auf Ubuntu 18.04 [Quickstart]


      Einführung

      Anaconda,ein Open-Source-Paketmanager und Umgebungsmanager, wurde für Data-Science- und Machine-Learning-Workflows sowie die Verteilung der Programmiersprachen Python und R entwickelt.

      Dieses Tutorial beschreibt die Installation von Anaconda auf einem Ubuntu 18.04 Server. Eine ausführlichere Version dieses Tutorials mit besseren Erklärungen zu den einzelnen Schritten finden Sie unter Installation von Anaconda Python Distribution auf Ubuntu 18.04.

      Schritt 1 — Laden Sie die neueste Version von Anaconda herunter

      Gehen Sie in Ihrem Webbrowser auf die Anaconda Distribution-Seite, die unter dem folgenden Link verfügbar ist:

      https://www.anaconda.com/distribution/
      

      Finden Sie die neueste Linux-Version und kopieren Sie das Installer Bash Script.

      Schritt 2 — Laden Sie das Anaconda Bash Script herunter

      Melden Sie sich beim Ubuntu 18.04 Server als Sudo-Benutzer ohne Rootberechtigung an, gehen Sie ins Verzeichnis /tmp und verwenden Sie curl, um den Link herunterzuladen, den Sie von der Anaconda Website kopiert haben:

      • cd /tmp
      • curl -O https://repo.anaconda.com/archive/Anaconda3-2019.03-Linux-x86_64.sh

      Schritt 3 — Verifizieren Sie die Datenintegrität des Installers

      Garantieren Sie die Integrität des Installers mit kryptographischer Hash-Verifizierung mithilfe von SHA-256 Checksum:

      • sha256sum Anaconda3-2019.03-Linux-x86_64.sh

      Output

      45c851b7497cc14d5ca060064394569f724b67d9b5f98a926ed49b834a6bb73a Anaconda3-2019.03-Linux-x86_64.sh

      Schritt 4 — Führen Sie das Anaconda Script aus

      • bash Anaconda3-2019.03-Linux-x86_64.sh

      Wenn Sie die ENTER drücken, erhalten Sie so lange die folgende Meldung zur Ansicht der Lizenzvereinbarung, bis Sie ans Ende gelangt sind.

      Output

      Welcome to Anaconda3 2019.03 In order to continue the installation process, please review the license agreement. Please, press ENTER to continue >>> ... Do you approve the license terms? [yes|no]

      Wenn Sie das Ende der Lizenz erreicht haben, geben Sie Ja ein, wenn Sie die Lizenz zum Ausführen der Installation akzeptieren.

      Schritt 5 — Schließen Sie den Installationsprozess ab

      Wenn Sie die Lizenz akzeptieren, werden Sie dazu aufgefordert, den Ort für die Installation zu wählen. Sie können die ENTER drücken, um den Standardort zu akzeptieren, oder einen anderen Ort angeben.

      Output

      Anaconda3 will now be installed into this location: /home/sammy/anaconda3 - Press ENTER to confirm the location - Press CTRL-C to abort the installation - Or specify a different location below [/home/sammy/anaconda3] >>>

      Jetzt wird die Installation fortgesetzt. Bitte beachten Sie, dass der Installationsprozess einige Zeit in Anspruch nimmt.

      Schritt 6 — Wählen Sie die Optionen aus

      Sobald die Installation abgeschlossen ist, erhalten Sie die folgende Meldung:

      Output

      ... installation finished. Do you wish the installer to prepend the Anaconda3 install location to PATH in your /home/sammy/.bashrc ? [yes|no] [no] >>>

      Wir empfehlen, dass Sie yes eingeben, um den conda-Befehl zu verwenden.

      Schritt 7 — Aktivieren Sie die Installation

      Sie können die Installation nun mit dem folgenden Befehl aktivieren:

      Schritt 8 — Testen Sie die Installation

      Verwenden Sie den conda-Befehl, um die Installation und die Aktivierung zu testen:

      In der Ausgabe sind alle Pakete enthalten, die Teil der Anaconda-Installation sind.

      Schritt 9 — Richten Sie die Anaconda-Umgebung ein

      Sie können Anaconda-Umgebungen mit dem Befehl conda create einrichten. So kann beispielsweise eine Python-3-Umgebung mit dem Namen my_env mit dem folgenden Befehl erstellt werden:

      • conda create --name my_env python=3

      Aktivieren Sie die neue Umgebung wie folgt:

      Ihr Eingabeaufforderungs-Präfix verändert sich, um anzuzeigen, dass Sie in einer aktiven Anaconda-Umgebung sind und jetzt mit der Arbeit an einem Projekt beginnen können.

      Relevante Tutorials

      Hier sind Links zu ausführlicheren Tutorials, die für diesen Leitfaden relevant sind:



      Source link

      Installation und Konfiguration von VNC auf Ubuntu 18.04


      Einführung

      Virtual Network Computing oder VNC ist ein Verbindungssystem, das es Ihnen ermöglicht, die Tastatur und die Maus zur Interaktion mit einer grafischen Desktop-Umgebung auf einem entfernten Server zu verwenden. Es vereinfacht die Verwaltung von Dateien, Software und Einstellungen auf einem entfernten Server für Benutzer, die mit der Befehlszeile noch nicht so versiert sind.

      In diesem Leitfaden erstellen Sie einen VNC-Server auf einem Ubuntu 18.04 Server und verbinden sich mit diesem über einen sicheren SSH-Tunnel. Dazu verwenden Sie TightVNC, ein schnelles, leichtes Fernsteuerungspaket. Mit dieser Auswahl stellen Sie sicher, dass unsere VNC-Verbindung auch bei langsameren Internet-Verbindungen reibungslos und stabil sein wird.

      Voraussetzungen

      Um dieses Tutorial zu absolvieren, benötigen Sie:

      • Einen Ubuntu 18.04-Server, der gemäß der Anleitung zum Setup des Ubuntu 18.04-Servers eingerichtet wurde, einschließlich eines Sudo-Benutzers ohne Rootberechtigung und einer Firewall.
      • Einen lokalen Computer mit einem installierten VNC Client, der VNC-Verbindungen über SSH-Tunnel unterstützt.

      Schritt 1 — Installation der Desktop-Umgebung und des VNC-Servers

      Standardmäßig wird ein Ubuntu 18.04 Server nicht mit einer grafischen Desktop-Umgebung oder einem installierten VNC-Server geliefert, daher beginnen wir mit deren Installation. Wir installieren vor allem Pakete für die aktuellste Xfce Desktop-Umgebung und das TightVNC-Paket, das im offiziellen Ubuntu Repository verfügbar ist.

      Aktualisieren Sie Ihre Liste der Pakete auf Ihrem Server.

      Installieren Sie jetzt die Xfce Desktop-Umgebung auf Ihrem Server:

      • sudo apt install xfce4 xfce4-goodies

      Wenn diese Installation abgeschlossen ist, installieren Sie den TightVNC Server:

      • sudo apt install tightvncserver

      Um die Erstkonfiguration des VNC-Servers nach der Installation abzuschließen, verwenden Sie den Befehl vncserver, um ein sicheres Passwort einzurichten und die Erstkonfigurationsdateien zu erstellen:

      Sie werden dazu aufgefordert, ein Passwort einzugeben und zu verifizieren, um ferngesteuert auf Ihren Rechner zuzugreifen.

      Output

      You will require a password to access your desktops. Password: Verify:

      Das Passwort muss zwischen sechs und acht Zeichen lang sein. Passwörter mit mehr als 8 Zeichen werden automatisch verkürzt.

      Sobald Sie das Passwort verifiziert haben, können Sie ein schreibgeschütztes Passwort einrichten. Benutzer, die sich mit dem schreibgeschützten Passwort anmelden, können die VCN-Instanz nicht mit der Maus oder Tastatur steuern. Das ist eine hilfreiche Option, wenn Sie mit Ihrem VCN Server anderen etwas zeigen möchten, ist aber nicht erforderlich.

      Der Prozess erstellt dann die notwendigen Standard-Konfigurationsdateien und Verbindungsinformationen für den Server.

      Output

      Would you like to enter a view-only password (y/n)? n xauth: file /home/sammy/.Xauthority does not exist New 'X' desktop is your_hostname:1 Creating default startup script /home/sammy/.vnc/xstartup Starting applications specified in /home/sammy/.vnc/xstartup Log file is /home/sammy/.vnc/your_hostname:1.log

      Jetzt wollen wir den VCN Server konfigurieren.

      Schritt 2 — Konfiguration des VCN Servers

      Der VCN Server muss wissen, welche Befehle er beim Start ausführen soll. VCN muss vor allem wissen, mit welchem grafischen Desktop er sich verbinden soll.

      Diese Befehle befinden sich in einer Konfigurationsdatei namens xstartup im Ordner .vnc in Ihrem Stammverzeichnis. Das Start-Skript wurde erstellt, als Sie den vncserver im vorherigen Schritt ausgeführt haben, aber wir erstellen unser eigenes, um den Xfce Desktop zu starten.

      Wenn VCN das erste Mal eingerichtet wird, startet er eine Standard-Server-Instanz auf Port 5901. Dieser Port wird als *Anzeige-Port *bezeichnet und wird vom VCN :1 genannt. VCN kann mehrere Instanzen auf anderen Anzeige-Ports, wie :2, :3 usw. starten.

      Da wir die Konfiguration des VCN Servers ändern werden, müssen wir zunächst die VCN Server-Instanz stoppen, die auf Port 5901 ausgeführt wird. Dazu verwenden wir den folgenden Befehl:

      Die Ausgabe sollte wie folgt aussehen, auch wenn Sie eine andere PID sehen werden:

      Output

      Killing Xtightvnc process ID 17648

      Bevor Sie die Datei xstartup ändern, sollten Sie ein Backup der Originaldatei vornehmen:

      • mv ~/.vnc/xstartup ~/.vnc/xstartup.bak

      Erstellen Sie jetzt eine neue xstartup-Datei und öffnen Sie sie im Texteditor:

      Die Befehle in dieser Datei werden automatisch ausgeführt, wenn Sie den VCN Server starten oder neu starten. VCN muss unsere Desktop-Umgebung starten, sofern diese noch nicht gestartet wurde. Fügen Sie der Datei diese Befehle hinzu:

      ~/.vnc/xstartup

      #!/bin/bash xrdb $HOME/.Xresources startxfce4 &

      Der erste Befehl in der Datei, xrdb $HOME/. Xresources weist das GUI Framework des VNC mit, das des Serverbenutzers zu lesen. Xresources-Datei. . Xresources ist der Ort, an dem ein Benutzer bestimmte Einstellungen des grafischen Desktops ändern kann, wie die Terminal-Farben, Cursor-Gestaltung und das Font-Rendering. Der zweite Befehl weist den Server an, Xfce zu starten, wo Sie die grafische Software finden, die sie zur problemlosen Verwaltung Ihres Servers brauchen.

      Um sicherzustellen, dass der VCN Server diese neue Start-Datei ordnungsgemäß verwenden kann, müssen wir sie ausführbar machen.

      • sudo chmod +x ~/.vnc/xstartup

      Starten Sie jetzt den VCN Server.

      Sie werden eine Ausgabe sehen, die dieser ähnelt:

      Output

      New 'X' desktop is your_hostname:1 Starting applications specified in /home/sammy/.vnc/xstartup Log file is /home/sammy/.vnc/your_hostname:1.log

      Sobald die Konfiguration vorgenommen wurde, wollen wir uns über unseren lokalen Rechner mit dem Server verbinden.

      Schritt 3 — Eine sichere Verbindung mit dem VCN Desktop

      VCN selbst verwendet keine sicheren Protokolle beim Verbinden. Wir verwenden einen SSH-Tunnel, um eine sichere Verbindung mit unserem Server herzustellen und weisen dann unseren VCN Client an, anstelle der Direktverbindung diesen Tunnel zu verwenden.

      Erstellen Sie auf Ihrem lokalen Computer eine SSH-Verbindung, die sicher an die localhost-Verbindung für VCN weiterleitet. Sie können dies mit folgendem Befehl über den Terminal auf Linux oder macOS durchführen:

      • ssh -L 5901:127.0.0.1:5901 -C -N -l sammy your_server_ip

      Der -L Switch gibt die Port-Bindung an. In diesem Fall verbinden wir Port 5901 der entfernten Verbindung mit Port 5901 auf Ihrem lokalen Rechner. Der -C Switch ermöglicht eine Kompression, während der -N Switch ssh mitteilt, dass wir keinen entfernten Befehl ausführen wollen. Der -l Switch gibt den entfernten Login-Namen an.

      Denken Sie daran, sammy und your_server_ip durch den Sudo-Benutzernamen ohne Rootberechtigung und die IP-Adresse Ihres Servers zu ersetzen.

      Wenn Sie einen grafischen SSH Client, wie PuTTY, verwenden, verwenden Sie your_server_ip als Verbindungs-IP und setzen localhost:5901 als einen neuen weitergeleiteten Port in der SSH-Tunnel-Einstellung des Programms ein.

      Sobald der Tunnel läuft, verwenden Sie einen VCN Client, um sich mit localhost:5901 zu verbinden. Sie werden aufgefordert, sich mit dem in Schritt 1 eingestellten Passwort zu authentifizieren.

      Sobald die Verbindung steht, sehen Sie den Xfce Standard-Desktop. Es sollte ungefähr so aussehen:

      VNC Verbindung mit dem Ubuntu 18.04 Server

      Sie können mit dem Dateimanager auf Dateien in Ihrem Stammverzeichnis zugreifen oder von der Befehlszeile aus, wie nachstehend zu sehen ist:

      Dateien über die VNC Verbindung mit Ubuntu 18.04

      Drücken Sie CTRL+C auf Ihrem Terminal, um den SSH-Tunnel zu stoppen und zu Ihrer Aufforderung zurückzukehren. Damit wird auch Ihre VNC Sitzung unterbrochen.

      Als nächstes richten wir unseren VNC Server als Dienst ein.

      Schritt 4 — VCN als Systemdienst ausführen

      Als nächstes stellen wir den VNC Server als Systemdienst ein, um ihn wie jeden anderen Dienst starten, stoppen und ggf. neu starten zu können. Damit wird auch sichergestellt, dass VCN beim Neustart Ihres Servers gestartet wird.

      Erstellen Sie zunächst in Ihrem bevorzugten Texteditor eine neue Unit-Datei mit dem Namen /etc/systemd/system/vncserver@.service:

      • sudo nano /etc/systemd/system/vncserver@.service

      Das @ Symbol am Ende des Namens gestattet uns, ein Argument aufzunehmen, das wir in der Dienstkonfiguration verwenden können. Wir verwenden dies, um den VCN Anzeige-Port anzugeben, den wir bei der Dienstverwaltung einsetzen möchten.

      Fügen Sie der Datei folgende Zeilen hinzu. Vergewissern Sie sich, dass Sie den Wert von User, Group, WorkingDirectory und den Benutzernamen im Wert von *PIDFILE *ändern, damit er mit Ihrem Benutzernamen übereinstimmt:

      /etc/systemd/system/vncserver@.service

      [Unit] Description=Start TightVNC server at startup After=syslog.target network.target [Service] Type=forking User=sammy Group=sammy WorkingDirectory=/home/sammy PIDFile=/home/sammy/.vnc/%H:%i.pid ExecStartPre=-/usr/bin/vncserver -kill :%i > /dev/null 2>&1 ExecStart=/usr/bin/vncserver -depth 24 -geometry 1280x800 :%i ExecStop=/usr/bin/vncserver -kill :%i [Install] WantedBy=multi-user.target

      Der ExecStartPre Befehl stoppt VCN, wenn er bereits läuft. Der ExecStart Befehl startet VCN und stellt die Farbtiefe auf 24-Bit-Farbe mit einer Auflösung von 1280 x 800. Sie können diese Startoptionen auch je nach Wunsch ändern.

      Speichern und schließen Sie die Datei.

      Als nächstes müssen Sie das System auf die neue Unit-Datei aufmerksam machen.

      • sudo systemctl daemon-reload

      Aktivieren Sie die Unit-Datei.

      • sudo systemctl enable vncserver@1.service

      Die 1 nach dem Zeichen @ gibt an, über welcher Anzeigenummer der Dienst angezeigt werden soll; in diesem Fall ist der Standard :1, wie wir bereits in Schritt 2 besprochen haben.

      Stoppen Sie die aktuelle Instanz des VCN Servers, wenn er noch läuft.

      Starten Sie ihn dann wie jeden anderen Systemdienst.

      • sudo systemctl start vncserver@1

      Sie können verifizieren, dass er mit diesem Befehl gestartet wurde:

      • sudo systemctl status vncserver@1

      Falls er richtig gestartet wurde, sollte die Ausgabe wie folgt aussehen:

      Output

      ● vncserver@1.service - Start TightVNC server at startup Loaded: loaded (/etc/systemd/system/vncserver@.service; indirect; vendor preset: enabled) Active: active (running) since Mon 2018-07-09 18:13:53 UTC; 2min 14s ago Process: 22322 ExecStart=/usr/bin/vncserver -depth 24 -geometry 1280x800 :1 (code=exited, status=0/SUCCESS) Process: 22316 ExecStartPre=/usr/bin/vncserver -kill :1 > /dev/null 2>&1 (code=exited, status=0/SUCCESS) Main PID: 22330 (Xtightvnc) ...

      Ihr VCN Server steht jetzt beim Neustart des Rechners zur Verfügung.

      Starten Sie Ihren SSH-Tunnel erneut:

      • ssh -L 5901:127.0.0.1:5901 -C -N -l sammy your_server_ip

      Stellen Sie dann mit Ihrer VCN Client Software eine neue Verbindung zum localhost:5901 her, um sich mit Ihrem Rechner zu verbinden.

      Zusammenfassung

      Jetzt läuft ein sicherer VCN Server auf Ihrem Ubuntu 18.04 Server. Jetzt können Sie Ihre Dateien, Software und Einstellungen in einer benutzerfreundlichen, vertrauten grafischen Oberfläche verwalten und grafische Software wie Web-Browser ferngesteuert ausführen.



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